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07
08
2017
HERNING/SCHORNDORF/BRUCKMÜHL/Bochum

Rapp verhilft Ackermann zu Platz vier der Europameisterschaft

By mathias 0

Jonas Rapp (Alsenz) hat seine ihm bei der Europameisterschaft im dänischen Herning gestellte Aufgabe ganz souverän erledigt und dem deutschen Kapitän Pascal Ackermann vom World-Tour-Rennstall Bora-hansgrohe zu Platz vier verholfen. Pech hatte Manuel Porzner auch im Straßenrennen der U23. Wieder wurde er von gleich mehreren Reifendefekten zurückgeworfen und so kam der Ansbacher  über Platz 43 nicht hinaus.

Rapp war bei seiner ersten internationalen Meisterschaftsteilnahme als Edelhelfer gefragt. Der flache Rundkurs war nichts für die Bergspezialisten vom Format des Pfälzers, sondern vielmehr den Sprintern vorbehalten. So sorgte Rapp in erster Linie in der Anfangsphase dafür, den deutschen Teamkapitän bestmöglich aus dem Wind zu halten. Später sorgte er mit seiner Tempoarbeit im Hauptfeld dafür, dass die dreiköpfige Ausreißergruppe, die zwischenzeitlich rund zwölf Minuten Vorsprung herausgefahren hatte, wieder gestellt wurde, ehe er in der Schlussphase einen Reifendefekt erlitt und das Rennen dann locker ausrollen ließ. Es siegte im Massensprint Alexander Kristoff (Norwegen, Katusha-Alpecin).

Auch beim Rems-Murr-Pokal in Baden-Württemberg hatte das Team am Wochenende wenig Glück: Stürze von Nathan Müller und Simon Redmers am zweiten Tag sorgten nicht gerade für Hochstimmung im Heizomat-Lager, nachdem schon am ersten Tag auf einer 600-Meter-Runde gegen die Kriteriumsspezialisten nicht viel zu holen war. Zwar zeigten sich die Profis des fränkischen Teams immer wieder mal vorne in Spitzengruppen, doch letztlich bleiben unter dem Strich nur die beiden zwölften Tagesränge von Pascal Treubel und Laurin Winter auf der zweiten bzw. dritten Etappe und ein 15. Platz von Nathan Müller zum Auftakt.

In Bruckmühl fiel der Startschuss des „Nach-Tour-Kriteriums“ mit zahlreichen deutschen Profis erst nach Einbruch der Dunkelheit. Die 600 Meter lange Strecke war aber sehr gut beleuchtet und schnell bildete sich eine Spitzengruppe um Pascal Treubel, die schon nach etwa 30 von 120 zu fahrenden Runden das Feld überrundete. Im Anschluss gab es weitere Gruppen, die sich vom Feld absetzen konnten und das Feld überrundeten. Am Ende des zuschauerträchtigen Wettbewerbs siegte der Deutsche Meister, Marcus Burghardt (Bora-hansgrohe), vor den Österreichern Bernhard Eisel (Dimension Data) und Marco Haller (Katusha-Alpecin). Treubel wurde als bester Heizomat-Fahrer Zehnter.

Beim Rennen in Bochum-Wiemelshausen startete kurzfristig noch Heizomat-Profi Dorian Lübbers. Der Herbramer verpasste zwar die rennentscheidende Attacke der beiden Erstplatzierten, sicherte sich aber im finalen Sprint des Feldes nach 78 Kilometern noch Platz sechs.

Am kommenden Wochenende steht für das Team Heizomat unter anderem der Radklassiker des Bundes Deutscher Radfahrer im südpfälzischen Bellheim an. Mit 200 Kilometern ist dieses Rennen recht lang – wenngleich auch topfeben. Dennoch: Spätestens seit einer leichten Veränderung des Streckenverlaufs über nun einige verwinkelte Feldwege, ist der Anspruch des Rennens an die Sportler nicht zu unterschätzen. Aus dem aktuellen Kader haben zwei Sportler besonders gute Erfahrungen mit dem Rennen: Im Vorjahr belegte Laurin Winter Platz drei, 2015 gewann Jonas Rapp diesen Klassiker.

Archivfoto: Holger Radsport-Fotos. Zu sehen sind Jonas Rapp im Nationaltrikot.